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Karapınar

Karapınar liegt etwa 100 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Konya am Rande des zentralanatolischen Hochplateaus. Die großformatigen Flachgewebe dieser Region sind meist der Hausarchitektur angepasst.

Die wuchtigen geteilten Parmaklı-Rauten liegen auf wechselnd farbigem Untergrund. Die mächtigen Kelimstreifen werden durch die für zentralanatolische Flachgewebe typischen horizontal gereihten halbierten Blütenkelche getrennt. Dieses sogenannte Gülbudak-Motiv erscheint in wechselnden Primär- und Sekundärfarben. Es ist in den Flachgeweben aus der Karapınar-Region häufig anzutreffen. Sicher nachwiesen sind für die Färbungen für Rot, Aubergine und Orange Rubia tinctorum (Krapp). Der Farbstoff für Gelb stammt aus dem Färberwau (Reseda luteola) und Blau aus natürlichem Indigo. Das korrosionsbeständige Schwarz ist auf eine mehrfache Färbung mit den Farbstoffen für Rot, Gelb und Blau zurückzuführen. Die Farbanalysen ergaben keinen Hinweis auf die Verwendung von Eisenbeizen.

Bibliographie: Werner Brüggemann, Yayla, Frankfurt am Main 1993. Harry Koll, Die Farben meiner Träume, Aachen 2011.

 

 

Karapınar, Zentralanatolien
Im Besitz von ExOriente, Waldbrunn/Würzburg

Alter: 2. Hälfte 19. Jahrhundert
Format: 411 x 154 cm
Kette: ungefärbte Wollkette
Farben: gesättigte Naturfarben
Schuss: gefärbte Wollgarne
Zustand: hervorragend

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