0086-Ghashghai

Ghashghai Südwestpersien

Schmucktaschen dieser Art wurden wohl nur von Frauen benutzt. Diese Stücke wurden für den Eigenbedarf gefertigt und dienten der Aufbewahrung von Wertgegenständen. Der untere Teil wurde zur Hälfte umgeschlagen und seitlich vernäht. Der Giebel diente als Klappe, um die Tasche, die etwa die Form eines Portemonnaies hatte, zu verschließen.

Ghaschghai-Nomaden fertigten diese seltene, farbenfrohe Schmucktasche in Gabbeh Technik mit weicher Textur. Der obere Abschluss ist als Dreiecksgiebel gestaltet. Auf dunkelblauem Fond ist ein Pfau abgebildet. Pfauen galten in der Mythologie der persischen Nomadenstämme als Symbol für Wohlstand und Eleganz.

Besitzer: Najib Gallery, Hamburg
Format: 42 x 29 cm
Alter: Ende 19. Jahrhundert